zurückVeröffentlicht am von Brigitte Fritzel

Zielsetzung

Wie oft hören wir Menschen sagen:

  • „Das klappt bei mir ja sowieso nicht!“
  • „Bei mir geht immer alles schief!“
  • „Ich bin dafür nicht geschaffen!“
  • „Das ist so schwer, das schaffe ich nicht.“
  • „Mein Ziel habe ich wieder nicht erreicht!“
  • „Schon wieder versagt!“
  • …..

Oder sagen wir es sogar zu uns selbst?

Mit diesen Aussagen setzen wir wieder neue Ursachen, und erfahren als Wirkung, dass es wieder nicht klappt und wir wieder etwas nicht erreichen. Irgendwann versuchen wir es erst gar nicht mehr – wir resignieren. Denn, das Leben hat uns immer wieder unser Denken bestätigt und wir kommen zu der Überzeugung, dass es tatsächlich so ist. Viele Menschen tragen diese Prägung über viele Jahre mit sich – oft schon seit ihrer Kindheit.

Wenn wir diese Prägung auflösen wollen, müssen wir unseren Fokus auf das legen, was wir uns wünschen, wie wir es gerne hätten, was wir erreichen wollen. Unsere bildliche Vorstellung des Ist-Zustandes und das Gefühl zu der Sache oder dem Ziel ist hierbei ganz entscheidend. Unser Gefühl ist der größte Wachstumsverstärker und weitaus wichtiger als hundert gesprochene Affirmationen.

Gerade letzte Woche habe ich gesagt bekommen, dass auch die Affirmationen bisher nichts gebracht hätten. Nachdem ich nachgefragt hatte, welches Gefühl die Person zu ihrem Ziel und bei den Affirmationen habe, kam als Antwort:

„Es ist ein komisches Gefühl, weil ich es mir eigentlich gar nicht richtig vorstellen kann, dass es tatsächlich klappt. Irgendwie schon fast ein Unbehagen.“

Was soll denn dann als Ergebnis rauskommen? Achtet immer darauf, welches Gefühl ihr zu euren Zielen habt, denn das ist sehr wichtig – auch zum Erkennen. Wenn wir ein gutes Gefühl haben und uns richtig wohl dabei fühlen, uns über unser Ziel freuen und es gar nicht abwarten können, bis wir es erreicht haben, wenn genau dieses Ziel uns beflügelt und antreibt, dann passt es. Haben wir jedoch eher ein ungutes Gefühl und zu viele Zweifel, dann sollten wir es überprüfen.

Ist das Ziel zu groß? Dann setzt euch Zwischenziele und schaut, ob ihr euch damit besser fühlt.

Passt das Ziel zu euch? Ist es tatsächlich euer Ziel oder habt ihr vielleicht ein Ziel von anderen übernommen? Eventuell das vom Partner, der Eltern oder der Freunde? Überprüft, ob es tatsächlich euer Ziel ist, ob es das ist, was IHR wirklich wollt. Geht in euch und fühlt hinein, ob ihr es wirklich erreichen wollt, ob es zu euch passt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir in die Aktion kommen. Wir müssen bereit sein, etwas für unser Ziel zu tun. Ich kann nicht auf der Couch liegen und mir vorstellen, wie athletisch ich bin, eine sportliche Figur habe, wenn ich nicht trainiere.

Ein schönes Beispiel hierzu ist der Bauer. Reicht es aus, wenn sich der Bauer nur vorstellt, wie toll sein Weizen wächst, dass er eine gute Ernte einfährt und einen großen Gewinn erzielt? Natürlich nicht! Wenn er nicht anfängt zu säen, das Unkraut entfernt, seine Saat wässert und pflegt, passiert gar nichts.

Wir müssen immer erst etwas geben, bevor wir ernten können!

„Es gibt zwei Dinge, auf denen das Wohlgelingen in fast allen Verhältnissen beruht. Das eine ist, dass Zweck und Ziel der Tätigkeit richtig bestimmt sind, das andere aber besteht darin, die zu diesem Endziel führenden Handlungen zu finden.“

(Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 – 322 v. Chr.)

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Beitrag ein paar Anregungen für die Erreichung eurer Ziele mitgeben konnte und wünsche euch viel Erfolg.

Alles Liebe, eure Brigitte