zurückVeröffentlicht am 4. Juni 2014 von Brigitte Fritzel

Was denke ich über mich selbst?

Habt ihr schon mal eure Gedanken beobachtet und wisst ihr, was ihr über euch selbst denkt?

Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken. Darum ist es von großer Wichtigkeit zu wissen, was wir über uns denken.

„Ich bin heute das, was ich in der Vergangenheit gedacht und geglaubt habe.“

Die Hermetik lehrt, dass unsere Gedanken zu unserer Wirklichkeit werden. Deshalb möchte ich dazu anregen, sich mal Gedanken darüber zu machen – sich darüber bewusst zu werden – was wir so den ganzen Tag über uns selbst denken. Denn nur, wenn wir unsere Gedanken bewusst wahrnehmen, können wir die Gedanken ändern, die nicht gut für uns sind und können somit auch die Verantwortung für unser Denken übernehmen.

Wenn wir zum Beispiel mehr Geld verdienen möchten, aber immer denken: „Habe ich überhaupt eine Gehaltserhöhung verdient“, „Ich bin es nicht wert“ oder sogar die Einstellung haben „Geld macht nicht glücklich“, warum sollten wir dann eine Gehaltserhöhung erhalten? Mit diesen Gedanken werden wir keine Gehaltserhöhung bekommen.

Wie sollten wir jetzt denken, wenn wir mehr Geld verdienen wollen?

• Ich erledige meine Arbeit ganz hervorragend.

• Ich habe es verdient, mehr Geld zu bekommen.

• Ich bin es wert, mehr zu verdienen.

So, wie wir uns selbst sehen und erleben, wie wir uns fühlen, was wir über uns denken und sagen, genau solche Situationen und Erlebnisse haben wir – genau so gestaltet sich unser Leben.

Was denke ich im Alltagsleben so an banalen Gedanken in mich hinein? Welche Gedanken habe ich im Alltag über mich selbst?

• Ich schaffe das nicht mehr.

• Lasst mich doch in Ruhe.

• Keiner hilft mir – ich muss immer alles alleine machen.

• Ich bin so doof.

• Ich habe keine Lust.

• Ich bin so vergesslich.

• Das interessiert ja sowieso niemanden.

• Das kann ich mir nicht leisten.

• Dafür habe ich kein Geld.

• ……

Jeder Gedanke hat eine Auswirkung und deshalb ist es ganz wichtig, diese Gedanken zu kennen, die wir so dahin denken. Beobachtet eure Gedanken, seid euch darüber bewusst, was ihr über euch denkt und was ihr fühlt.

Wie können wir die Gedanken verändern, die uns nicht gefallen, die wir nicht mehr haben wollen?

Hierzu nutzen wir die Polarität, das vierte hermetische Prinzip. Wir fangen an zu denken, wie wir es haben wollen, wie wir gerne sein möchten, was wir gerne erleben wollen.

Wenn wir zum Beispiel immer denken: „Keiner hilft mir – ich muss immer alles alleine machen“, dann werden wir es genau so erleben. Oder wir bekommen Hilfe, nehmen sie aber nicht wahr, weil sich der Gedanke, dass ich immer alles alleine machen muss, schon so eingeprägt hat und mittlerweile zu meiner Wahrheit geworden ist.

Wie sollten wir jetzt denken, wenn wir nicht mehr alles alleine machen wollen?

• Ich bekomme Hilfe und nehme sie dankbar an.

• Jemand nimmt mir die Arbeit ab.

• Ich habe Unterstützung von meiner Familie

• …..

Meistens schauen wir zu unseren Schwächen, zu dem, was uns nicht gefällt, was wir nicht können oder zu dem, was wir nicht haben.

Dadurch lassen wir zu, dass wir uns klein fühlen, das Gefühl haben nichts wert zu sein, nicht gut genug sind – ob bewusst oder unbewusst. Mit diesen Gedanken und Gefühlen setzen wir Ursachen und erfahren durch entsprechende Situationen genau die Bestätigung unserer Gedanken.

Keiner ist perfekt! Wir sollten lernen, zu den eigenen Schwächen zu stehen. Aber sind es denn immer Schwächen oder sehen wir es nur als solche an? Es kann durchaus sein, dass du deine Haare schrecklich findest, andere beneiden dich dafür. Du bewunderst vielleicht jemanden, der aus deiner Sicht immer gut drauf ist, extrovertiert ist, im Mittelpunkt steht, redegewandt ist … Diese Person, die du bewunderst, denkt vielleicht, dass sie gerne so ruhig und ausgeglichen wäre wie du.

Das, was wir als Schwächen bei uns sehen, sehen andere vielleicht als Stärke in uns.

Hören wir auf, schlecht über uns zu reden und zu denken und fangen an, uns zu loben für alles, was wir gut gemacht haben, schon erreicht haben und gut können.

Konzentrieren wir uns auf das, was uns ausmacht – auf unsere Vorzüge, Fähigkeiten, Talente und auf das, was wir und andere an uns schätzen. Hierzu können wir auch Familienmitglieder, Freunde oder uns nahestehende Personen befragen, die es ehrlich mit uns meinen.

Folgende Fragen unterstützen uns dabei:

• Was kann ich gut?

• Welche Talente und Fähigkeiten habe ich?

• Was macht mich aus?

• Was schätze ich an mir selbst? Was schätzen andere an mir?

• Welche Erfolgserlebnisse hatte ich schon?

• Was habe ich schon alles erreicht? (auch an die kleinen Erfolgserlebnisse denken)

• Was macht mir Spaß, worüber freue ich mich?

Wenn wir unseren Fokus auf all die wunderbaren Eigenschaften legen, die wir in uns tragen, was wir schon alles erreicht und geschafft haben, dann kommen wir in die Freude und erkennen uns selbst an. Wir lernen uns selbst wertzuschätzen und bekommen so auch wieder mehr Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten.

Und genau das, was wir jetzt NEU über uns denken, erfahren wir im Außen. Es wird uns Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht. Die Menschen sind gerne mit uns zusammen, vertrauen uns. Dadurch wächst unser Selbstvertrauen und unser Selbstwert steigt. Wir haben Erfolgserlebnisse, kommen noch mehr in die Freude und in die Dankbarkeit.

So ziehen wir immer mehr Ereignisse, Situationen und Menschen in unser Leben, für die wir wiederum dankbar sein können, über die wir uns freuen, die unser Leben bereichern – es entsteht ein ganz wundervoller Kreislauf mit neuen, großartigen Auswirkungen.

„Ich bin in Zukunft das, was ich ab heute über mich denke und glaube!“

Ich wünsche allen eine liebevolle Sichtweise und positive Gedanken über sich selbst. Seid gespannt auf die neuen und wunderbaren Erfahrungen, welche sich durch eure neuen Gedanken zeigen werden.

In liebevoller Verbundenheit

eure Brigitte

 

Ein kleiner Tipp zur Unterstützung

Steckt euch drei kleine Murmeln oder Steinchen ein, die euch daran erinnern sollen, drei Mal am Tag etwas Gutes über euch selbst zu denken.

Immer, wenn ihr einen guten Gedanken über euch selbst gesagt oder gedacht habt oder euch selbst gelobt habt, dann nehmt ihr eine Murmel oder ein Steinchen z. Bsp. von der linken Hosen- oder Jackentasche in die rechte Tasche. Abends müssen wieder alle Murmeln zusammen in einer Tasche sein.

Ich wünsche euch viel Freude dabei.