zurückVeröffentlicht am 4. Dezember 2014 von Brigitte Fritzel

Geben und nehmen

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, sind diese Zeilen vielleicht eine kleine Anregung, denn wir sind ja sowieso schon in der Freude des Gebens. Wir machen uns Gedanken, was wir unseren Lieben schenken können, suchen Geschenke aus oder basteln etwas, packen alles schön ein und freuen uns darauf, unsere Geschenke endlich am Heiligabend zu überreichen. Ja, es ist tatsächlich so, dass wir selbst große Freude dabei empfinden, anderen eine Freude zu bereiten – dann sind wir glücklich. „Geben ist seliger denn Nehmen.“

Das Geben kann auch in ganz anderer Art und Weise geschehen. Schenken wir unseren Kindern doch einfach mal wieder uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Nehmen wir uns mal wieder Zeit für Freunde und die Familie oder sind für unsere Mitmenschen einfach nur da und hören hin, was sie zu sagen haben – lassen uns auf sie ein.

Verschenken wir unser schönstes Lächeln an alle, die uns begegnen. Sprechen wir großzügig Anerkennung und Lob aus, zeigen wir den Menschen unsere Wertschätzung und lassen sie wissen, was sie uns bedeuten. Verschenken wir unsere Liebe und alles, was wir zu geben haben mit freudigem Herzen – bedingungslos und ohne Erwartung. Lassen wir unserer Phantasie freien Lauf und überraschen unser Umfeld.

Alles, was wir geben, kommt auch zu uns zurück! Was wir säen, das ernten wir! So steht es schon in den heiligen Schriften geschrieben. Wir kennen diese Gesetzmäßigkeit auch als das „Gesetz von Ursache und Wirkung“ – das 6. Prinzip der hermetischen Prinzipien.

Wie sieht es mit dem Nehmen aus? Können wir gut nehmen?

Nehmen wir mit frohem Herzen? Auch das ist ganz wichtig. Denn wer nicht gut nehmen kann, das Geschenk vielleicht sogar als Belastung ansieht, weil er sich dadurch verpflichtet fühlt, wieder etwas zurück geben zu müssen, bekommt irgendwann vom Leben nichts mehr geschenkt oder bekommt etwas, woran eine Erwartung/Bedingung geknüpft ist.

Schauen wir doch mal zu dem, was wir alles nehmen dürfen, „geschenkt“ bekommen.

Nehmen wir wieder bewusst wahr, was wir von unserem Partner täglich bekommen. Der liebevolle Kuss am Morgen, all die kleinen Gesten und Worte, mit denen er die Zuneigung für uns zum Ausdruck bringt, der Blick der uns sagt: „Ich liebe dich“, der Gutenachtkuss – wir nehmen es als selbstverständlich hin. Aber auch das sind ganz besondere Geschenke, die wir jeden Tag empfangen dürfen.

Denken wir an die so wertvolle Zeit, die Freunde, unsere Kinder, unsere Eltern mit uns gemeinsam verbringen und was sie alles für uns tun – welch wunderbare Geschenke.

Erkennen wir die kleinen Geschenke, die wir im Alltag erfahren, wie zum Beispiel, wenn uns jemand die Tür aufhält, uns Verständnis entgegenbringt, oder ganz einfach freundlich zu uns ist. Nehmen wir wieder all die Dinge wahr, die wir als gegeben hinnehmen oder uns gar nicht bewusst sind.

Mit dem Bewusstsein, was wir jeden Tag nehmen dürfen – was uns alles „geschenkt“ wird – erhöhen wir unsere Freude und Wertschätzung für all die wunderbaren Dinge, die wir empfangen, die wir schon haben und all die wundervollen Menschen, die uns täglich begleiten und für uns da sind.

Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf all das Gute, das uns wiederfährt – auf das, was das Leben uns schenkt. In allem, was wir erfahren, was uns das Leben gibt, gibt es etwas Gutes, auch wenn wir es nicht gleich auf den ersten Blick wahrnehmen können. Doch wenn wir etwas genauer hinschauen, erkennen wir das Geschenk, das in jeder Situation verborgen ist. Mit dieser Sichtweise gelangen wir zu mehr Leichtigkeit und Freude.

Mit der Leichtigkeit, die wir dann in uns tragen, und der Freude am Geben und Nehmen, bringen wir unser Herz zum Schwingen. Und jetzt geschieht etwas ganz wunderbares. Unser Umfeld empfängt diese Schwingung, die wir aussenden – die Schwingung der Freude und Wertschätzung – und genau das bekommen wir zurück. Wir erfahren Anerkennung, Wertschätzung und begegnen immer mehr Menschen, die auch diese Schwingung in sich tragen.

Wenn wir nun noch für all das dankbar sind, ziehen wir immer mehr Menschen, Situationen und Dinge in unser Leben, für die wir auch wieder dankbar sein können. „Dankbarkeit ist der Schlüssel zu innerem Reichtum.“

Lasst euch einfach mal drauf ein und schaut, was sich dadurch alles verändert.

Ich wünsche allen eine ruhige, harmonische Vorweihnachtszeit und viel Freude beim „Geben und Nehmen“.

In liebevoller Verbundenheit,

eure Brigitte